Investitionen in die Zukunft der Ausbildung

Steffen Raudies

Die Corona-Krise schlägt auch auf dem Ausbildungsmarkt voll durch. Zugesagte Ausbildungsplätze fallen weg, die Suche nach Lehrstellen ist schwieriger geworden. Ein Grund dafür ist die große Unsicherheit bei den ausbildenden Betrieben. Viele Geschäftsführer wissen nicht, wann das Geschäft wieder anzieht. Daher stellen sie vorerst keine neuen Auszubildenden ein. 

Angespannte Lage bei Ausbildungsplätzen

Aktuelle Zahlen zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt liegen zwar noch nicht vor. Ein Blick auf die Ausbildungszahlen während der Finanzkrise 2008 und 2009 zeigt aber, wie sich die Lage bei den Auszubildenden vermutlich entwickelt. Allein im Krisenjahr 2009 betrug der Rückgang bei den Ausbildungsverträgen fast 50.000 (siehe Grafik unten). 

Quelle: KfW Research. Berufsbildung im Sog von Corona: In der Krise an die Fachkräfte von morgen denken! (11. Mai 2020)

Derzeit ist abzusehen, dass der Verlust an Ausbildungsplätzen durch die Corona-Krise sogar noch höher ausfallen dürfte. Eine Betriebsbefragung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks im April 2020 ergab, dass ein Viertel der befragten Betriebe plant, weniger neue Auszubildende einzustellen. Hingegen gab kaum ein Unternehmen an, im Vergleich zum Vorjahr mehr Ausbildungsplätze anbieten zu wollen (siehe Grafik unten).  

Quelle: ZDH-Betriebsbefragung zur Corona-Pandemie (30. April 2020)

Betriebe sollen weiterhin ausbilden

Vor diesem Hintergrund appelliert der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen an Betriebe, auch in der aktuellen Krisensituation auszubilden: „Mit einem Ausbildungsplatz wird jungen Menschen eine Perspektive geboten, dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt und Unternehmen bleiben so auch in der Zeit nach der Krise arbeitsfähig.“

Damit das gelingt, muss ein grundlegendes Umdenken bei den Unternehmen stattfinden, wenn es um das Kennenlernen potenzieller Auszubildender geht. Das bisher übliche Vorgehen, sich gegenseitig auf Job- und Ausbildungsmessen zu „beschnuppern“, ist derzeit nämlich nicht möglich. Auch Vorstellungsgespräche können Unternehmen derzeit nur eingeschränkt durchführen.

Oberbürgermeister Thomas Kufen (3. v. l.) informiert sich bei der opta data Gruppe über den digitalisierten Ausbildungsprozess.
v. l. n. r.: Andreas Fischer (Geschäftsführer opta data Gruppe), Saskia Hoffmeister (Ausbilderin opta data Gruppe), Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen), Mark Steinbach (Geschäftsführer opta data Gruppe), Gwen Wittig und Fabian Maushake (Auszubildende opta data Gruppe)
(Foto: Ralf Schultheiß)

Neues Konzept für Ausbildungsplätze: Bewerbertag der opta data

Die opta data Gruppe in Essen hat den Bewerbungsprozess für Ausbildungsplätze deshalb optimiert und den sogenannten Bewerbertag für Auszubildende und duale Studenten eingeführt. Die Besonderheit beim Bewerbertag ist, dass alle Termine für diesen Prozess an einem Tag durchgeführt werden, statt wie bisher über mehrere Wochen hinweg.

Das heißt: Die Bewerber absolvieren am gleichen Tag ihr Vorstellungsgespräch und ihren Eignungstest und erhalten dann umgehend die Rückmeldung, ob die Bewerbung erfolgreich war. Sowohl das Vorstellungsgespräch als auch der Eignungstest erfolgen dabei digital per Videokonferenz. 

Der Bewerbungsprozess könne so deutlich beschleunigt werden, meint Mark Steinbach, Geschäftsführer der opta data Gruppe, und fügt hinzu: „Als Familienunternehmen hat die Nachwuchsförderung für uns schon immer einen besonderen Stellenwert.“ Andreas Fischer, Geschäftsführer der opta data Gruppe, ist vom Wert der Digitalisierung gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels überzeugt: „Wir agieren innovativ, um ein gefragter Ausbildungsbetrieb zu sein.“ 

Kurzum: Das Thema „Ausbildung“ hat für opta data einen hohen Stellenwert. Das zeigt sich auch in Auszeichnungen wie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“, die das Essener Unternehmen 2020 bereits zum dritten Mal in Folge erhielt. 

Weitere Informationen

https://www.optadata-gruppe.de/karriere/berufsstart

Steffen Raudies

Steffen Raudies arbeitet bei der opta data Abrechnungs GmbH im Bereich Presse und Social Media. Dort ist er für die Erstellung von Pressemitteilungen, das Verfassen von Beiträgen in relevanten Fachmedien und die Kontaktpflege zu Pressevertretern zuständig. Steffen Raudies hat Ostasienwissenschaften an der Universität Hamburg und der Ruhr-Universität Bochum studiert. Seit 2018 arbeitet er bei der opta data Abrechnungs GmbH.